Porträt von Gabriel Raiser

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Gabriel Raiser:
«Das Studium kann ich individuell gestalten»

«Als Jugendlicher war ich begeistert von unserem Musiklehrer am Gymnasium. Seine Souveränität als Vermittler weckte in mir den Berufswunsch, ebenfalls Lehrer zu werden. Ich studierte erst ein Semester Englisch und Musikwissenschaft an der Uni, bevor ich mich entschied, meinem Berufswunsch folgend und angezogen von der Praxisorientierung der Pädagogischen Hochschule, den Studiengang Primarstufe zu absolvieren.

Die Entwicklungspsychologie in den Erziehungswissenschaften hat es mir angetan. In Kombination mit den Erfahrungen aus den Praktika, hat sie mir neue Perspektiven auf den Lehrberuf eröffnet. Das stete Lernen, das Hinterfragen von Altbekanntem, das macht für mich den Lehrberuf aus. Ich denke, es ist die Grundbedingung, damit das Vermitteln längerfristig überhaupt gelingt. Da ich in einem Teilpensum bereits an einer Primarschule unterrichte, kommt es mir sehr entgegen, dass ich das Studium individuell gestalten und Veranstaltungen an drei verschiedenen Standorten wählen kann.

Eine besondere Erfahrung war für mich der Auslandaufenthalt in den USA, den ich in den Semesterferien gemacht habe. Ich absolvierte ein Praktikum an einer Schule in Atlanta. Ich konnte mich in einem grossen Theaterprojekt engagieren und war verantwortlich für die gesamte Musik des Stücks.

Ich spiele seit vielen Jahren Violine, im Orchester und in verschiedenen Bands. Dieses Steckenpferd kann ich gut in mein Studium und in meine Berufstätigkeit einfliessen lassen. Das ist mir sehr wichtig. Und wer weiss – der Bachelorabschluss der Primarstufe ermöglicht mir, mich jederzeit noch in einem Masterstudium zu spezialisieren. Obwohl ich ja bereits Teilzeit arbeite, freue ich mich nun aber auf den „richtigen“ Berufseinstieg als Klassenlehrperson und die Verantwortung, die ich damit übernehmen kann. Ich fühle mich bereit und gut darauf vorbereitet.»