Porträt von Sükran Karatas

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Sükran Karatas:
«Den Jugendlichen positive Lernerfahrungen ermöglichen»

«Meine Freude am Vermitteln und Erklären entdeckte ich bereits als Gymnasiastin. Ich gab Jugendlichen mit Migrationshintergrund Nachhilfe. Meine Geduld und die Begeisterung, mit der ich mich einbrachte, waren wohl mit ein Grund für den Erfolg der Jugendlichen: Alle erreichten die gesetzten Ziele. Und bei mir konkretisierte sich der Berufswunsch, Lehrerin zu werden.

Die Entwicklungsphase, in der sich die Jugendlichen auf der Sekundarstufe I befinden, begann mich zu interessieren – eine herausfordernde Zeit mit vielen zukunftsweisenden Entscheidungen. Hierbei möchte ich einen Beitrag leisten: den Jugendlichen helfen, den richtigen Weg zu finden, ihnen positive Lern-Erfahrungen zu ermöglichen. Deshalb habe ich das Sek 1-Studium an der Pädagogischen Hochschule ergriffen.

Die verschiedenen Praktika während des Studiums brachten mir sehr viel: Mit der Zeit wich die Nervosität, ob vor der Klasse auch alles planmässig klappt, einer gewissen Sicherheit, auch spontan und situativ auf die Schülerinnen und Schüler eingehen zu können. Von meinen Praxislehrern wurde ich gut begleitet und gefördert. In den Schulen traf ich auf offene Kollegien, die an meinem fachdidaktischen Wissen und an den neuen Lernmaterialien, die ich von der Hoch-schule mitbrachte, interessiert waren.
Darüber hinaus haben mir die Praktika auch die Möglichkeit geboten, mich im Berufsfeld zu vernetzen. So habe ich etwa gegen Ende des Studiums ein Kleinstpensum an einer Schule erhalten, an der ich ein Praktikum absolviert hatte. Diese Nebenbeschäftigung war unter anderem dank der flexiblen Studiengestaltung möglich.

In meiner Masterarbeit habe ich eine wissenschaftliche Untersuchung über die Lernmotivation der Jugendlichen im Fach Geschichte angestellt. Ich befragte Schülerinnen und Schüler nach ihren Interessen in Bezug auf Geschichte und danach, mit welchen Medien und Methoden sie sich die Unterrichtsinhalte gerne erarbeiten. Auch die Lehrpersonen bezog ich in meine Untersuchung ein. Aus den Befunden entwickelte ich unter anderem eine Merkliste für die Lehrpersonen, die sie bei der Unterrichtsgestaltung mit Ideen unterstützt. Das Feedback aus der Lehrerschaft ist sehr positiv, viele wollen in Zukunft damit arbeiten.»